Die Tatauierung
Natur

Einige Motive der Marquesaner sind auch naturalistischen Charakters. Es
wurden Gegenstände, Tiere und Pflanzen aus der direkten Umgebung als Motive
tatauiert. Die häufigsten Tiermotive sind Rochen (vau), Hai (peata),
Schildkröte (kea) und Eidechse (moko). Die Motive waren auf allen
Körperteilen zu finden. Abwandlungen der naturalistischen Darstellungen
finden sich ebenfalls bei den Etua, wie für das Muster des kea gezeigt. Ein
doppelkea (von Männchen abgeleitet) soll genauso
wie das Vorbild aus der Natur eine Schildkröte symbolisieren.
Pflanzen finden sich auch unter den Tattoomotiven. Sei es als
Namensgeber, wie für das Muster
opea (Flamme der
Brennnuss) oder in wahrhaftiger Darstellung, wie der Kohustrauch. Das
Gewächs war zudem auch ein Betäubungsmittel bei den Medizinmännern, denn die
gestampften Wurzeln enthielten vielerlei Wirkstoffe.
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