polynesian tattoo, tattoo designs, meanings and their origin

 Tattoomuster, Motive, Tattooflashes und Vorlagen


 

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Die Tatauierung

Glaube

Quelle dieser Muster und Motive für die marquesanische Tatauierung ist der Gott Tiki, bzw. seine Götzenbilder. In einem Prozess der die Skulpturen in in lineare Strukturen bringt, ist eine Vielzahl der Motive entstanden. Wirft man nur einen flüchtigen Blick auf eine linear stilisierte Tikiabbildung werden sofort Ursprünge für einige Muster offensichtlich.



 

Matahoata, Papua und Kake lassen sich leicht in der Tikidarstellung ausmachen, bzw. sind als Quelle nachvollziehbar. Damit ist das Potential der Tikiderivate jedoch in keinster Weise aufgezeigt.
Im folgenden werden die Ableitungen Etua genannt, was Gott oder göttlich bedeutet. Die Namensgebung liegt begründet in dem Fakt, dass alle Ahnendarstellungen, und nicht nur der Gott Tiki als göttlich gelten und somit der, dem Wort Tiki relativ synonymer Begriff, Etua besser geeignet scheint.
 

Die Darstellungen der Etua lassen sich grundsätzlich in zwei Formen gliedern: Stehende Männchen und sitzende Männchen. Bei Stehenden erstrecken sich die Oberschenkel wagerecht und das Gesäß steht in Kniehöhe, sodass sich eine Beinspreite ergibt.
Bei sitzenden Darstellungen ist der Rumpf nicht empor gehoben. Das Gesäß ruht auf dem Boden. Die Oberschenkel werden schräg an den Leib herangezogen, sodass sich das Knie im Hochstand befindet. In späteren Darstellungen werden die Beine an den Gelenken unbarmherzig rechtwinklig geknickt, in einigen Fällen sogar in die entgegengesetzte Richtung.


Die Abwandlungen reichen von gut nachvollziehbaren Motiven wie die nebenstehenden bis hin zu Strichfigürchen, die nur noch schwer als als Männchen interpretiert werden können und die ihrerseits wieder Grundlage für weitere Musterungen sein können.

 

 


 

Ein Beispiel für eine Reihe stehender Abwandlungen ist das Muster Enata (Mann). Es zeigt deutliche Ähnlichkeit zum Schachmuster aus dem Handwerk und macht daher deutlich, dass eine Unterscheidung nicht in jedem Falle leicht fällt.



Eine andere Reihe wird Kena, nach einem marquesanischen Sagenheld benannt. Bis auf das forderste Strichmännchen der Reihe, lassen sich die restlichen Motive kaum noch als Männchen identifizieren. Es bleiben Darstellungen von Rumpf, Hals und Kopf, der nur angedeutet wird.




Die Abwandlungen der sitzenden Männchen bringen ein Reihe von Mustern hervor, die wir auch in der Übersicht der Tatauierungen bei Mann und Frau wieder finden. Mittig befindet sich das Muster mit Namen kea und direkt daneben als eine weitere Ableitung pohu aus dem sich in einem weiteren Schritt das Muster aniata bildet.






Es wird deutlich wie vielseitig die Abwandlungen göttlichen Ursprungs sein können und bieten somit gleichzeitig die Erklärung für die Vielfältigkeit der marquesanischen Tatauierkunst. Die wichtigsten Muster der lassen sich in der interaktiven Übersicht wieder finden.

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polynesische Tatauierung, ihre Bedeutung und Herkunft