pepehipu X
Die Schwarze Deckfläche hat sich erst im laufe der Zeit aus anderen
Mustern, beispielsweise dem Schach, entwickelt. Die früher
ausdifferenzierten Muster wurden immer weiter übertatauiert was
letztlich zur vollkommenden Schwärzung führte. Diesem Prozess liegt auch
die Bedeutung inne, denn da das Durchklopfen mit starken Schmerzen
verbunden war, konnte so die Widerstandsfähigkeit des Betroffenen zur
Schau gestellt werden.
niho-peata X
Die Haifischzähne sind einerseits ein Hinweis auf die Haifischjagd
der Marquesaner. Andererseits sind sie jedoch auch Zeichen für die
Aufopferung und den Einsatz für die eigene Familie.

etua/kea/hope-vehine X
Diese Motive, denen gemein ist, das sie in einigen Fällen noch stark
an die Gestalt des Menschen erinnern, liegt auch eine gemeinsame
Bedeutung inne. Die Ähnlichkeit mit dem Menschen symbolisiert zugleich
auch immer die verehrten Ahnen und somit Göttlichkeit. Daher Bedeuten
diese Motive auch stets Göttlichkeit oder mit außerordentlichen
Fähigkeiten ausgestattet zu sein.
kake X
Der ansteigende Bogen, der dem Tikiarm nachempfunden ist, ist
ebenfalls ein Symbol für Göttlichkeit, das oftmals nur Häuptlingen und
Prinzessinnen vorbehalten war. Die außergewöhnlichen Fähigkeiten, die
mit diesem Motiv den Häuptlingen zugesprochen wurden, waren andere
ernähren zu können und sie sich vermehren lassen zu können.
ipu X
Das einer Schale nachempfundene Motiv ist ein Ausdruck für
Gegenseitigkeit und Austausch. Wahrscheinlich darin begründet, das
Speisen gemeinsam zubereitet, verzehrt, geteilt wurden. In weiterem
Sinne kann das ipu auch als Symbol für Dienstleistungen oder Handel
gesehen werden.
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te-vehine-náu X
Dieses Muster, auch als Reihe angelegt, bedeutet übersetzt mein
Weibchen. Im traditionellen Sinne ist es ein zweireihiges Schachband,
dass um Hals, Arm oder Bein getragen wird. Es ist Symbol für das
Verliebtsein, wobei die wechselseitig schwarzen und weißen Rechtecke die
gegenseitige Liebe darstellen.

paaniho X
Diese Zierreihe bedeutet wörtlich Zahnfleisch, wobei aber der
Wortteil paa auch Schranke heißen kann. Das Band wurde häufig ganz am
Ende der Gliedmaßen, unten um das Bein oder die Finger tatauiert, somit
glaubt man dass das Muster eine Barriere darstellen soll, um Hände und
Füße vor gefährlichen Kontakten jeder Art zu schützen.

hiku-atu X
Das aus dem niho-peata hervorgegangene Muster, hat seinen Namen vom
Thunfisch (atu = scomber pelamys).
Der Fisch galt bei den Marquesanern als Raubtier und wurde hoch verehrt.
Somit galt die Tatauierung als Symbol für Eigenschaften, die auch dem
Thunfisch zugeschrieben wurden - Leistungsfähigkeit und Wendigkeit.
Daher gilt das Muster bei den Trägern als Zeichen für deren
Geschicklichkeit - waren es Krieger, dann bei der Verfolgung der Gegner,
waren es Fischer, dann bei der Jagd nach Beute.

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